Spiritualität im Widerstand
https://de.granma.cu/cultura/2026-08-24/spiritualitat-im-widerstand

Die Feier des 65. Jahrestages der Gründung der UNEAC ist angesichts der komplexen und schwierigen Zeiten, die unser Land durchlebt, von tiefgreifender Bedeutung. Mehr denn je sind sich die Intellektuellen und Künstler, die dieser angesehenen Kulturinstitution angehören, einig, dass es dringend notwendig ist, unsere engen Verbindungen mit dem Herzen der Gesellschaft weiter zu stärken, da wir den kreativen Geist des Volkes im Widerstand repräsentieren.
Über die Bedeutung der Arbeit von UNEAC in all den Jahren zu sprechen, heißt nichts anderes als auf die für Kubaner typische Art und Weise hinzuweisen, die Kunst in ihren Alltag integrieren. Während in anderen Ländern prominente Künstler verschiedener Disziplinen den Zugang zu ausgesprochen elitären Kreisen suchen, um ihre Werke zu schaffen, finden sich hier unter den Mitgliedern unserer Organisation ebenfalls angesehene Künstler. Doch gerade sie ziehen ihre größte Befriedigung daraus, möglichst viele Menschen im Land zu erreichen, einfach weil sie sich als ein Teil von uns fühlen.
Und wenn uns dieses gegenseitige Aufeianderzugehen völlig selbstverständlich erscheint, liegt das daran, dass eines der Gründungsziele unserer Institution erfolgreich erfüllt wurde: die besten Kunstwerke im ganzen Land zu verbreiten, damit jeder Bürger sie erleben kann. Der Beweis dafür liegt darin, dass jeder kulturelle Ausdruck von seinen Schöpfern und Förderern als tief verwurzelter Bestandteil unserer Identität gewürdigt wird.
Wer von uns ist nicht stolz darauf, einen Pianisten von der Größe eines Frank Fernández zu haben, einen vielfach preisgekrönten Film wie „Erdbeere und Schokolade“ immer wieder genießen zu können, sich am weltweiten Prestige des Nationalballetts von Kuba zu erfreuen oder den kubanischen Geist zu bewundern, der in den Werken von Eduardo Roca, für uns alle „Choco“, verkörpert ist?
Doch wir wissen, dass jede dieser herausragenden Persönlichkeiten in ihrem jeweiligen Bereich nur die Spitze des Eisbergs unserer nationalen Kultur darstellt – jener Kultur, in der wir Kubaner mit unseren Sehnsüchten und Hoffnungen Ausdruck finden.
Die Feier des UNEAC-Jubiläums ist zugleich ein Fest des Volkes, und daher ist es unsere Pflicht, in uns zu gehen und uns selbst so zu erforschen, dass wir die Seele unserer Nation erreichen. Vergessen wir niemals die Warnung ihres Hauptförderers, der uns darauf aufmerksam machte, dass die Kultur das Erste ist, was es zu retten gilt.