UN-Berichterstatterin zu UCM-Folgen in Cuba
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Sonderverfahren
Die Durchsetzung und jüngste Verschärfung der US-Sanktionen verschärfen die Notlage der kubanischen Bevölkerung: Sonderberichterstatterin
- November 2025
HAVANNA – Die Vereinigten Staaten müssen die einseitigen Sanktionen gegen Kuba aufheben, die erhebliche Auswirkungen auf alle Lebensbereiche der Insel haben, erklärte heute die Sonderberichterstatterin für die negativen Auswirkungen einseitiger Zwangsmaßnahmen auf die Menschenrechte, Alena Douhan.
„Seit über 60 Jahren unterhält die USA ein umfassendes Regime wirtschaftlicher, handelspolitischer und finanzieller Restriktionen gegen Kuba, die am längsten andauernde einseitige Sanktionspolitik in den Außenbeziehungen der USA“, sagte Douhan in einer Erklärung am Ende ihres offiziellen Besuchs in dem Land.
„Infolgedessen haben Generationen von Kubanern unter einseitigen Zwangsmaßnahmen gelebt, die die wirtschaftliche und soziale Landschaft des Landes geprägt haben.“
Douhan sagte, sie habe Berichte gehört, wonach die Beschränkungen seit 2018 zunehmend verschärft worden seien, wobei zu den bereits bestehenden Maßnahmen weitere hinzukamen und es 2021 nach der erneuten Einstufung Kubas als staatlicher Sponsor des Terrorismus zu einer erheblichen Verschärfung gekommen sei.
Diese und viele andere Beschränkungen, die durch Risikominderung und übermäßige Compliance durch Dritte noch verschärft werden, schränken sowohl die Fähigkeit der Regierung als auch der Bürger zur langfristigen Planung ein und ersticken das soziale Gefüge der kubanischen Gesellschaft.
Trotz der breiten Unterstützung, die der Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen „Notwendigkeit der Beendigung der von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten wirtschaftlichen, kommerziellen und finanziellen Blockade“ stets entgegengebracht wurde, und ihrer unmissverständlichen Forderung nach Beendigung der Blockade, bleiben die Maßnahmen nicht nur weiterhin in Kraft, sondern ihre Auswirkungen werden von den Vereinigten Staaten noch verstärkt, so die Expertin.
„Der Mangel an wichtigen Maschinen, Ersatzteilen, Strom, Wasser, Treibstoff, Lebensmitteln und Medikamenten sowie die zunehmende Abwanderung von Fachkräften – darunter medizinisches Personal, Ingenieure und Lehrer – haben schwerwiegende Folgen für die Wahrnehmung der Menschenrechte, einschließlich des Rechts auf Leben, Nahrung, Gesundheit und Entwicklung“, sagte sie.
Soziale und wirtschaftliche Initiativen werden häufig durch plötzliche Absagen, administrative Hürden und Unsicherheiten gestört. Beschaffungsprozesse werden langwierig und unvorhersehbar, wobei kurzfristige Absagen die Kosten erhöhen, die Hilfe verzögern und die Projektdurchführung behindern.
Douhan wies auch darauf hin, dass die Unvorhersehbarkeit der einseitigen Zwangsmaßnahmen der Vereinigten Staaten und die hohen Geldstrafen für diejenigen, die sie umgehen, bei ausländischen Unternehmen zu Zurückhaltung führen. Selbst wenn Lizenzen und Ausnahmegenehmigungen vorliegen, zögern Investoren angesichts möglicher politischer Kurswechsel in den Vereinigten Staaten, sich auf langfristige Projekte festzulegen.
Um sich ein umfassendes Bild von der Lage zu machen, traf Douhan mit einer Vielzahl von Interessengruppen zusammen, darunter Regierungsbeamte, Diplomaten, internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Vertreter der Kirche, Wissenschaftler, medizinisches Personal und Vertreter des Privatsektors. Außerdem erhielt sie eine Rekordzahl von Beiträgen, die in den Bericht einfließen werden.
„Ich fordere alle Staaten nachdrücklich auf, sich an die Grundsätze und Normen des Völkerrechts zu halten und sicherzustellen, dass humanitäre Belange auf der Grundlage der Prinzipien der gegenseitigen Achtung, Solidarität, Zusammenarbeit und des Multilateralismus uneingeschränkt geachtet werden“, erklärte die Sonderberichterstatterin.
Ein Bericht über den Besuch mit ihren Ergebnissen und Empfehlungen wird dem UN-Menschenrechtsrat im September 2026 vorgelegt werden.
Frau Alena Douhan (Belarus) ist Sonderberichterstatterin für die negativen Auswirkungen einseitiger Zwangsmaßnahmen.
Sonderberichterstatter/unabhängige Experten/Arbeitsgruppen sind unabhängige Menschenrechtsexperten, die vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ernannt werden. Zusammen werden diese Experten als Sonderverfahren des Menschenrechtsrats bezeichnet. Die Experten der Sonderverfahren arbeiten auf freiwilliger Basis; sie sind keine Mitarbeiter der Vereinten Nationen und erhalten für ihre Arbeit kein Gehalt. Während das UN-Menschenrechtsbüro als Sekretariat für die Sonderverfahren fungiert, sind die Experten in ihrer individuellen Eigenschaft tätig und unabhängig von Regierungen oder Organisationen, einschließlich des OHCHR und der Vereinten Nationen. Alle dargelegten Ansichten oder Meinungen sind ausschließlich die der Autoren und geben nicht unbedingt die Meinung der Vereinten Nationen oder des OHCHR wieder.
Länderspezifische Beobachtungen und Empfehlungen der Menschenrechtsmechanismen der Vereinten Nationen, einschließlich der Sonderverfahren, der Vertragsorgane und der universellen periodischen Überprüfung, finden Sie im Universal Human Rights Index.
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UN-Sonderberichterstatterin zu Cuba PM-11-2025
Press releases
Special Procedures
Enforcement and recent strengthening of U.S. sanctions deepen hardships for Cuban population: Special Rapporteur
21 November 2025
HAVANA – The United States must lift the unilateral sanctions imposed on Cuba that are causing significant effects across all aspects of life on the island, the Special Rapporteur on negative impact of unilateral coercive measures on human rights Alena Douhan said today.
“For over 60 years, the United States has maintained an extensive regime of economic, trade and financial restrictions against Cuba, the longest-running unilateral sanctions policy in U.S. foreign relations,” Douhan said in a statement at the end of an official visit to the country.
“As a result, generations of Cubans have lived under unilateral coercive measures, which has shaped the country’s economic and social landscape.”
Douhan said she heard reports that restrictions have progressively tightened since 2018, with further measures imposed on the already existing ones and a significant intensification in 2021 following Cuba’s re-designation as a State Sponsor of Terrorism.
These and many other restrictions, compounded by de-risking and over-compliance by third parties, limit both Government and citizens’ ability for the long-term planning and are suffocating the social fabric of Cuban society.
Despite the broad support consistently expressed for the UN General Assembly resolution “Necessity of ending the economic, commercial and financial embargo imposed by the United States of America against Cuba”, and its unequivocal request to end the blockade, the measures not only continue to remain in force, but their impacts are being intensified by the United States, the expert said.
“Shortages of essential machinery, spare parts, electricity, water, fuel, food and medicine, alongside the growing emigration of skilled workers – including medical staff, engineers and teachers – have severe consequences for the enjoyment of human rights, including the rights to life, food, health and development,” she said.
Social and economic initiatives are frequently disrupted by sudden cancellations, administrative hurdles and uncertainty. Procurement processes become lengthy and unpredictable, with last-minute cancellations that raise costs, delay assistance and impede project implementation.
Douhan also noted that the unpredictability of United States unilateral coercive measures and the high fines imposed on those who circumvent them, create hesitancy among foreign companies. Even in the event of licenses and exemptions, investors remain wary of committing to long-term projects given the possibility of policy shifts in the United States.
To assess the full scope of the situation, Douhan met with a broad range of stakeholders, including government officials, diplomats, international agencies, non-governmental organisations, church representatives, members of the academia, medical personnel, and private sector representatives. She also received a record number of submissions that will feed the report.
“I urge all States to adhere to international law principles and norms and ensure that humanitarian concerns are fully respected, grounded in principles of mutual respect, solidarity, cooperation and multilateralism,” the Special Rapporteur said.
A report on the visit including her findings and recommendations will be presented to the UN Human Rights Council in September 2026.
Ms. Alena Douhan (Belarus) is the Special Rapporteur on the negative impact of the unilateral coercive measures.
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