Öffentliche Veranstaltung nach der MV am 22.3.25 in Hannover
Vortrag der Botschafterin Cubas, I.E. Juana Martínez González und Diskussion
Cuba habe in Sachen Bildung, Gesundheit, soziale Sicherheit, Frauengleichstellung, Umweltschutz, Friedens- und Außenpolitik sehr viel und Vorbildliches erreicht. Versorgungsprobleme im Alltag und vor allem im Energie- und Nahrungsmittelsektor seien sehr groß und gefährlich.
An der Überwindung werde intensiv gearbeitet. Es würden intern zwar auch Fehler gemacht, aber der Hauptfaktor sei weiterhin die US-Blockade mit all ihren zahlreichen Effekten. Und nun würden Trump, Rubio und Claver-Carone noch zerstörerischer agieren – insb Cuba wieder als Terrorunterstützerstaat (SSoT) listen.
Alle Möglichkeiten für Cuba Devisen und Auslandsinvestitionen zu erhalten, würden zerstört und abgewürgt (z.B. durch die Verunglimpfung der Ärztebrigaden als Arbeitssklaven/Menschenhandel!). Dazu gehöre auch der Tourismus, der empfindlich gestört werde. Dabei biete Cuba einen enormen Reichtum an Kultur. In Cuba seien Überlastung und Migration fatale Folgen für alle Familien – und von den USA ist dies nachweislich bewusst provoziert.
In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem über die Aufnahme Cubas in die BRICS (Kandidat) und die Möglichkeit gesprochen, die US-Blockade teilweise zu umgehen (das SWIFT-System). Ob die cubanischen Migranten der letzten Jahre positiver und hilfreicher gegenüber ihrer cubanischen Heimat agieren würden, lässt sich wohl noch nicht genau einschätzen, zumal die US-Blockade verschärft ist.
Die Öffnung zahlreicher kleiner privater Läden sei auffällig, der Erfolg wohl teilweise fragwürdig. Das Beispiel der vielen organoponicos wurde erörtert, das weiter floriert und unterstützt wird – auch von Soligruppen.
Über die etwa 550 Gefangenen, die kürzlich von den cubanischen Behörden einseitig entlassen worden sind, war bereits langfristig mit dem Papst/Vatikan verhandelt worden. Es handelte sich vor allem um Randalierer im Zuge der teilweise gewalttätigen Demonstrationen im Juli 2021 in einigen cubanischen Städten, die ja zudem nachweislich von den USA angestachelt und extrem verbreitet worden sind. Alles wurde gemäß der Gesetze und Justizregeln gehandhabt und durchgeführt.
Wichtig sei, Cuba zu besuchen, den Tourismus zu fördern, und die Soliarbeit weiter zu praktizieren. Cuba sei unserer Soliarbeit bereits sehr dankbar.

Foto: Andreas Nolte