Pressemitteilung des Vorstands: In Havanna kam es zu einer Massenkundgebung

Berlin, 23. Dezember 2024
Pressemitteilung des Vorstands
In Havanna kam es zu einer Massenkundgebung
Kurz vor Weihnachten ist die kubanische Bevölkerung nach einem besonders schweren Jahr auf die Straße gegangen. Am Freitagnachmittag kamen bei einer Massenkundgebung über eine halbe Millionen Bürgerinnen und Bürgern vor der US-Interessenvertretung an der Uferstraße „Malecon“ zusammen. Sie forderten dort ein Ende der von den USA gegen ihr Land verübte Blockade und kritisierten die aggressive Politik der USA als Hauptursache für ihre Probleme in Kuba. Nach Jahrzehnten der Blockade-, Interventions- und Subversionspolitik, einer daraus resultierenden schlimmen Versorgungslage sowie mehreren Naturkatastrophen soll die aggressive und imperialistische Politik der USA gegen ihr Land endlich aufhören. So verlangen es auch die jährlichen Abstimmungen gegen dieses Unrecht in der UN-Generalversammlung. So votierten im November wieder 187 Staaten für Kuba und gegen die US-Blockade.
Bei der riesigen Demonstration in Havanna waren zahlreiche Regierungsmitglieder und führende Persönlichkeiten dabei. Auch Personen aus Deutschland und anderen Staaten waren dabei, um ein Zeichen der internationalen Solidarität zu setzen. Vor allem waren viele junge Menschen beteiligt. Darunter auch der 24-jährige Julio Emilio Morejón, der früher Präsident der Studierendenvereinigung war. Er meinte, jene Kundgebung sei zur Stärkung des kubanischen Volkes „mehr als wichtig, sie ist zu diesem Zeitpunkt unerlässlich.“ Und er habe nun als junger Mann hier „stellvertretend für viele Kubaner die Gelegenheit, zu bekräftigen, dass wir trotz der Hindernisse und des Drucks der US-Regierung das Recht Kubas auf Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung verteidigen. Wir marschieren in der Gewissheit, dass wir das Recht haben, alle unsere Rechte als Individuen und als Nation zu verteidigen.“
Eine ähnlich klare Manifestation der Zivilgesellschaft Kubas wurde vor Kurzem in schriftlicher Form direkt an US-Präsident Biden gerichtet. In einem offenen Brief fordern 116 zivilgesellschaftliche Organisationen und 14 soziale Bewegungen aus Kuba ebenfalls eine dringend gebotene Änderung der feindseligen US-Politik.
Nach Auffassung des Netzwerk Cuba geben die Kubaner mit der Massenkundgebung und dem Kollektivbrief ein klares Signal. Einerseits vergewissern sie sich ihrer eigenen Stärke und Handlungsbereitschaft. Andererseits senden an die künftige US-Regierung unter dem angeklagten Milliardär Trump und seinen außenpolitischen Hardlinern, die unmissverständliche Forderung, ihre rechtswidrige, feindselige und zerstörerische Politik gegen Kuba einzustellen. Denn in Washington behaupten einige Hardliner, sie würden das kubanische Volk schützen wollen und wollten nur die kommunistische Führung treffen.
Weitere Informationen: 0157-82421146

Foto: Estudios Revolución

Foto: Ismael Batista Ramírez

Foto: Cortesía del MINFAR

Foto: Juvenal Balán