Reden von Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla auf dem UN-Zukunftsgipfel (deutsch y español)
Redebeitrag des Außenministers der Republik Kuba, Bruno Rodríguez Parrilla, beim Interaktiven Dialog 1 des Zukunftsgipfels: „Transformation der Global Governance und Beschleunigung der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“
Redebeitrag des Außenministers der Republik Kuba, Bruno Rodríguez Parrilla, beim Interaktiven Dialog 1 des Zukunftsgipfels: „Transformation der Global Governance und Beschleunigung der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“. New York, 22. September 2024
Herr Präsident:
Exzellenzen, verehrte Gäste:
Die Erfüllung der Agenda 2030 und das übergeordnete Ziel der Beseitigung der Armut können nicht erreicht werden, ohne die strukturellen und moralischen Mängel der derzeitigen internationalen Ordnung ehrlich anzugehen. Eine wirklich transformative Agenda in dieser Richtung muss:
a) klare Leitlinien für eine tiefgreifende Reform der internationalen Finanzarchitektur in Bezug auf Governance, Vertretung und Zugang der Entwicklungsländer zu Finanzmitteln festlegen.
b) auf die Einführung eines multilateralen Mechanismus zur Neuverhandlung von Staatsschulden mit fairer und entwicklungsorientierter Behandlung hinarbeiten.
c) Gewährleistung einer frühzeitigen und substanziellen Rekapitalisierung der multilateralen Entwicklungsbanken, um deren Kreditkonditionen zu verbessern.
d) Fortschritte bei der Festlegung von Maßstäben, die über das BIP hinausgehen, um den Zugang der Entwicklungsländer zu Finanzierungen zu Vorzugsbedingungen zu definieren.
e) Förderung der Zusammenarbeit in Wissenschaft, Technologie und Innovation, um zu nachhaltigeren und gerechteren Entwicklungsmodellen zu gelangen. Die Beiträge des Gipfels der G77 und Chinas, der 2023 in Havanna statt gefunden hat, sind in dieser Hinsicht von Bedeutung.
f) die Reform der internationalen Wertschöpfungsketten zu gewährleisten, die es den Entwicklungsländern ermöglicht, ihre Produkte zu industrialisieren.
g) Ablehnung der Anwendung einseitiger Zwangsmaßnahmen, die mit dem Völkerrecht unvereinbar sind. Kuba leidet die Auswirkungen solcher Maßnahmen, nach 62 Jahren unter einer verschärften Blockade und seit kurzem unter der willkürlichen Aufnahme in die einseitige Liste der Staaten, die angeblich den Terrorismus unterstützen.
Wir hoffen, dass die Beratungen und Ergebnisse dieses Gipfels dazu beitragen, den politischen Willen freizusetzen, der notwendig ist, um die Agenda 2030 wieder auf den Weg zu bringen und den kumulierten Entwicklungsbedarf des Südens zu decken.
Vielen Dank.
Embacuba Alemania-Cubaminrex
Rede des Außenministers der Republik Kuba, Bruno Rodríguez Parrilla, auf dem UN-Zukunftsgipfel. New York, 22. September 2024
Rede des Außenministers der Republik Kuba, Bruno Rodríguez Parrilla, auf dem UN-Zukunftsgipfel. New York, 22. September 2024
Herr Präsident:
Am 12. Oktober 1979 warnte der Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz auf diesem Podium, dass die Zukunft apokalyptisch sein würde, wenn wir die Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten der Gegenwart nicht friedlich und klug lösen würden.
Wir leiden immer noch unter den Verwüstungen des Kolonialismus und des Neokolonialismus.
Die versprochenen Vorteile der neoliberalen Globalisierung waren eine Schimäre. Ungleichheiten und Ausgrenzung haben sich verschärft, sowohl in der realen Welt als auch im Cyberspace.
Unsere Zukunftsdebatten gehen weiter, während der Völkermord in Palästina weitergeht, ohne dass die internationale Gemeinschaft wirksam reagiert, während sogar UN-Einrichtungen und Mitarbeiter unter israelischen Beschuss geraten.
Die Zunahme von Faschismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung, die den Hass schüren, ist alarmierend.
Die Völker brauchen weniger Einmischung und mehr Solidarität; weniger ungleichen Austausch und mehr Gerechtigkeit; weniger Politisierung und Doppelmoral und mehr Dialog, Zusammenarbeit und Achtung ihres Rechts darauf, ihr politisches, wirtschaftliches und soziales System zu wählen, als wesentliche Voraussetzung für die Gewährleistung einer friedlichen Koexistenz. Andernfalls wird der Zukunftpakt nur ein weiteres Dokument sein, dessen hehre Ziele wahrscheinlich nicht erfüllt werden.
Für Kuba ist das Haupthindernis für Wohlstand und Entwicklung die kriminelle Blockade durch die Vereinigten Staaten und die schändliche Aufnahme des Landes in die willkürliche und einseitige Liste der Staaten, die angeblich den Terrorismus unterstützen.
Der Planet leidet unter den verheerenden Auswirkungen des Klimawandels, ohne dass die reichen Gesellschaften ihrem ungezügelten Konsumverhalten Einhalt gebieten und ohne dass ein ausreichender politischer Wille vorhanden ist, um die für die Ziele für nachhaltige Entwicklung oder einen echten Schuldenerlass erforderlichen Mittel bereitzustellen. Für Millionen von Menschen, insbesondere im Süden, ist und bleibt die Möglichkeit einer menschenwürdigen Zukunft eine Utopie.
Es wird schwer sein, an diese versprochene Zukunft zu glauben, solange sich die Industrieländer einer tiefgreifenden Reform der internationalen Finanzarchitektur widersetzen, die im Rahmen der UNO diskutiert werden sollte.
Wenn diese historische und gerechte Forderung im Zukunftspakt so verwässert wurde, sollen wir dann an die Versprechen eines besseren Zugangs zu den für unsere Entwicklung unverzichtbaren Ressourcen glauben? Wie können wir auf das Versprechen von Frieden, Nichteinmischung und Multilateralismus vertrauen, während Zwang, Egoismus, Vorherrschaft und Hegemonismus zunehmen, während die UN-Charta und das Völkerrecht verletzt werden?
Die Zukunft, die wir anstreben, wurde schon vor Jahrzehnten mit transzendentalen Resolutionen vorgezeichnet, die von dieser Versammlung verabschiedet wurden und die alle auf schändliche Weise in Vergessenheit geraten sind. Zunächst muss ein für alle Mal der politische Wille vorhanden sein, die strukturellen und moralischen Mängel des internationalen Systems anzugehen, die uns daran hindern, sie zu erreichen. Für Millionen von Menschen wird es morgen zu spät sein.
Ich danke Ihnen vielmals.
Embacuba Alemania – Cubaminrex
FBK-Dokumentation 28 Rede Zukunftspakt in UN 2024
Intervención del ministro de Relaciones Exteriores de la República de Cuba, Bruno Rodríguez Parrilla, en el Diálogo Interactivo 1 de la Cumbre del Futuro
Intervención del ministro de Relaciones Exteriores de la República de Cuba, Bruno Rodríguez Parrilla, en el Diálogo Interactivo 1 de la Cumbre del Futuro: “Transformar la gobernanza global y acelerar la aplicación de la Agenda 2030 para el desarrollo sostenible”. Nueva York, 22 de septiembre de 2024
Señor Presidente:
Excelencias, distinguidos invitados:
El cumplimiento de la Agenda 2030 y el objetivo supremo de la erradicación de la pobreza, no podrán alcanzarse sin abordar de manera honesta, los fallos estructurales y morales del orden internacional vigente. Una agenda realmente transformadora esa dirección, debe:
a) Marcar pautas claras para una profunda reforma de la arquitectura financiera internacional en términos de gobernanza, representación y de acceso a la financiación por parte de los países en desarrollo.
b) Avanzar hacia la instrumentación de un mecanismo multilateral de renegociación de deudas soberanas con un tratamiento justo y orientado al desarrollo.
c) Garantizar una pronta y considerable recapitalización de los Bancos Multilaterales de Desarrollo para mejorar sus condiciones de préstamo.
d) Avanzar en el establecimiento de medidas más allá del PIB, para definir el acceso de los países en desarrollo a la financiación en condiciones favorables.
e) Impulsar la cooperación en materia de ciencia, tecnología e innovación, con el fin de transitar hacia modelos de desarrollo más sostenibles y equitativos. Los aportes de la Cumbre del G77 y China celebrada en La Habana en 2023 son relevantes en ese sentido.
f) Asegurar, asimismo, la reforma de las cadenas de valor internacionales, que permita a los países en desarrollo la industrialización de sus productos.
g) Rechazar la aplicación de medidas coercitivas unilaterales, incompatibles con el Derecho Internacional. Cuba sufre sus efectos tras 62 años de bloqueo recrudecido y, más recientemente, tras su arbitraria inclusión en la espuria y unilateral lista de Estados que supuestamente patrocinan el terrorismo.
Esperamos que las deliberaciones y resultados de esta Cumbre contribuyan a desencadenar la voluntad política imprescindible para reimpulsar la Agenda 2030 y atender las necesidades acumuladas del Sur en materia de desarrollo.
Muchas gracias.
Tomado de Cubaminrex
Intervención del ministro de Relaciones Exteriores de la República de Cuba, Bruno Rodríguez Parrilla, en la Cumbre del Futuro. Nueva York, 22 de septiembre de 2024
Intervención del ministro de Relaciones Exteriores de la República de Cuba, Bruno Rodríguez Parrilla, en la Cumbre del Futuro. Nueva York, 22 de septiembre de 2024
Señor Presidente:
El 12 de octubre de 1979, en este mismo podio, el Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz, alertó que, si no resolvíamos pacífica y sabiamente las injusticias y desigualdades del momento, el futuro sería apocalíptico.
Sufrimos todavía los estragos del colonialismo y el neocolonialismo.
Las bondades prometidas de la globalización neoliberal fueron una quimera. Se han acentuado las desigualdades y la exclusión, tanto en el mundo real como en el ciberespacio.
Nuestros debates futuristas transcurren mientras continúa el genocidio en Palestina, sin que haya una respuesta efectiva de la comunidad internacional, cuando incluso las instituciones y trabajadores de las Naciones Unidas son diana del fuego de Israel.
Es alarmante el auge del fascismo, la xenofobia y la discriminación que alimentan el odio.
Los pueblos necesitan menos injerencia y más solidaridad; menos intercambio desigual y más equidad; menos politización y dobles raseros y más diálogo, cooperación y respeto a su derecho a elegir su sistema político, económico y social, como condición esencial para asegurar la convivencia pacífica. De lo contrario, el Pacto del Futuro será un documento más, cuyas nobles aspiraciones difícilmente se cumplan.
Para Cuba, el principal obstáculo para el bienestar y el desarrollo es el criminal bloqueo de los Estados Unidos y su infame inclusión en la arbitraria y unilateral lista de Estados que supuestamente patrocinan el terrorismo.
El planeta sufre los efectos devastadores del cambio climático, sin que las sociedades opulentas pongan coto al consumismo desenfrenado que lo genera y sin que exista la voluntad política suficiente para canalizar los fondos que requieren los Objetivos de Desarrollo Sostenible ni el alivio real de la deuda. Para millones de personas, sobre todo en el Sur, la posibilidad de un futuro digno es y seguirá siendo una utopía.
Será difícil creer en ese futuro prometido, mientras los países desarrollados se opongan a la reforma profunda de la arquitectura financiera internacional, cuyas discusiones deben centrarse en la ONU.
Si este histórico y justo reclamo ha quedado tan diluido en el Pacto del Futuro, ¿debemos creer entonces en las promesas de un mayor acceso a los recursos indispensables para nuestro desarrollo? ¿Cómo confiar en la promesa de la paz, la no injerencia y el multilateralismo mientras crece la coerción, el egoísmo, la dominación y el hegemonismo, se viola la Carta de la ONU y el Derecho Internacional?
El futuro al que aspiramos se ha trazado décadas atrás, con resoluciones trascendentales que esta propia Asamblea adoptó, todas vergonzosamente olvidadas. Lo que debe primar, de una vez, es la voluntad política para abordar los fallos estructurales y morales del sistema internacional que nos impiden alcanzarlo. Para millones de seres humanos, mañana será demasiado tarde.
Muchas gracias.
Tomado de Cubaminrex



