Jahreshauptversammlung (JHV) des Netzwerk Cuba am 10.Oktober 2026 in Düsseldorf.
DRINGEND: Cuba verteidigen und unterstützen:
Bericht und Resolution von der Jahreshauptversammlung vom 10. Oktober 2026 in Düsseldorf
Wir hatten diesmal vier cubanische Gäste: Rigoberto Zarza (Europaverantwortlicher ICAP), Maidelis Companioni (Geschäftsführerin Amistur) waren einen Tag zuvor eingetroffen. Und I.E. Juana Martínez Gonzalez und Dayana Rodriguez von der Botschaft Cuba beehrten uns.
Rigoberto bedankt sich sehr für die Einladung und bedankt sich für die in der Vergangenheit durch die Cuba-Solidarität geleistete Arbeit und Unterstützung, und lobt u.a. unsere Protestwache vor der US-Botschaft. Er vermittelte aktuelle Eindrücke aus Cuba. Die Wirtschaft Cubas sei durch die US-Blockadepolitik marode. Zu den wenigen Länder, die Cuba noch helfen, sind Mexiko, China, Vietnam zu nennen. Heute durchleben die Menschen in Cuba eine der schwierigsten Zeiten der cubanischen Revolution. Er informiert uns, dass vom 9. – 11. April 2027 in der Türkei das nächste Europatreffen der Cuba-Solidarität stattfinden wird.
Maidelis berichtet, dass seit Mai 2026 kein Geld aus dem Ausland ankommt, was natürlich negative Auswirkungen auf die Arbeit der Agentur hat. Ausländische Reisegruppen sind notwendig, damit die Agentur überleben kann. Amistur bemüht sich derzeit, Programme zusammenzustellen, die für die Gruppenreisen mit weniger Kosten verbunden sind. Sie sagt zu, dass allen Touristen, die Cuba besuchen wollen, auf jegliche Weise geholfen wird, auch Individualtouristen.
Juana sagte, die beste Nachricht ist, dass Cuba trotz der 10-monatigen (!!) Ölblockade weiter existiert und das dank der Standhaftigkeit des cubanischen Volkes und der internationalen Solidarität. „Jeder Tag ist für Cuba ein Sieg.“ Juana wird in einem Monat wieder nach Cuba zurückgehen und wir überreichten ihr ein Bild mit Soliaktionsfotos und Pralinen. (Foto siehe unten)
Der bereits im Vorfeld versandte Rechenschaftsbericht fasst die Aktivitäten im und um das Netzwerk Cuba in 2025/2026 zusammen. Eine Auswahl wurde kurz mündlich vorgestellt. Dabei informierten wir, dass die GLS-Bank unser Konto ohne Nennung von Gründen kündigte. Wir bemühen uns, das Konto behalten zu können. Für den Notfall haben wir Kontakt mit einer lokalen Alternative aufgenommen.
In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass die Bundesregierung bei einer außerordentlichen Abstimmung in der UN-Generalversammlung im Juli erstmalig nicht für die Cuba-Resolution stimmte, sondern sich enthielt. Damit sie am 28.10. 26 wieder für Cuba stimmt wird die Cuba-Soli das AA (Herrn Wadephul) und weitere Stellen auffordern, wieder für die Resolution zu stimmen. Die Unblock Cuba Kampagne wird dazu noch Infos verbreiten (z.B. Text- und Anzeigenvorlage), damit alle Aktivist:innen und Gruppen genau dies auch selbst und eigene lokale Aktionen durchführen können.
Der Vorstand schlägt vor, dass alle Gruppen vor Ort versuchen, Kontakte mit der lokalen Hochschule aufnehmen und punktuell Aktivitäten. Informationen zur Kontaktaufnahme werden zur Verfügung gestellt. Dies ist äußerst wichtig für die Motivierung und Mobilisierung junger Menschen.
Die neue Brigada Nordica muss von allen Mitgliedern intensiv beworben werden. In der derzeitigen Lage ist es extrem wichtig, dass die Brigade eine breite internationale Präsenz hat.
Angeregt wurde, dass Leistungen cubanischer Sportler sowie die Vielfalt und Kraft der kulturellen Aktionen verbreitet werden (z.B. Buchmesse, Jazzfestival).
Alle Mitglieder des Vorstands wurden wiedergewählt. Ein Resolutionsentwurf mit Anregungen für Aktionen wurde diskutiert und mit wenigen Änderungen beschlossen. (Resolution siehe unten).
Unsere Expertise, Erfahrungen und Forderungen müssen wir, alle Aktivisten und Gruppen, in die Medien tragen, müssen die Öffentlichkeit und vor allem Entscheidungsträger erreichen und aufrütteln! Gehen wir auf die relevanten Leute zu. Wir müssen offensiver werden: Viva Cuba Socialista! Viva la Solidaridad!

Resolution der Jahreshauptversammlung
des Netzwerks Cuba am 10. Oktober 2026 in Düsseldorf
SPÜRBARE UNTERSTÜTZUNG FÜR CUBA
Die Lage in Cuba ist dramatisch, weil die staatsterroristischen Maßnahmen des Trump-Rubio-Regimes weiter eskaliert werden. Seit Inkrafttreten der totalen Ölblockade vom Januar 2026 erhielt Cuba statt der mindestens erforderlichen 80 Öltankerlieferungen lediglich eine einzige (im März durch Russland). Die US-Politiker haben die Obsession, dass bis Ende des Jahres das sozialistische Cuba nicht mehr existieren würde. Sie nutzen das riesige Arsenal der US-Geheimdienste, des Militärs, der Söldner und Komplizen, der Massenmedien, der ökonomischen, politischen, diplomatischen Druckmittel und Erpressungen gegen unzählige Drittländer. Sie verletzen Völker- und Menschenrechte, zivilisatorische und religiöse Prinzipien in massiver und willkürlicher Form, treiben die lange Tradition imperialistischer Politik der USA auf die Spitze. Sie begehen offen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit inzwischen genozidalem Ausmaß. Denn die Bevölkerung Cubas erleidet immense Versorgungslücken und Brüche in allen Lebensbereichen, die Wirtschaft wird zerstört. Was Cuba auszuhalten hat, ist von historischem Ausmaß. Wir müssen uns bewusst sein: Es geht um die historische Alternative „Humanismus oder Barbarei“.
Cuba wird genau durch diese dramatische Lage wieder zu einem Kristallisationspunkt des Antiimperialismus, es sammelt sich langsam Widerstand. Die Inhumanität und der Terror des US-Systems werden auch für Unwissende im Inland und in vielen Drittländern kenntlich. Daher ist das US-Regime auf einen Showdown aus, mittlerweile mit unglaublichen Lügen und Umkehrung der Realitäten.
Wir müssen Cuba verteidigen, helfen und unterstützen:
– im persönlichen, familiären, nachbarschaftlichen und beruflichen Umfeld informieren,
– an Kundgebungen, Demonstrationen, Mahnwachen und Sitzstreiks teilnehmen,
– bei Unterschriftenkampagnen und Petitionen unterschreiben und diese verbreiten,
– Artikel und Leserbriefe für lokale und überregionale Zeitungen schreiben und veröffentlichen lassen,
– Artikel für passende Zeitschriften und Magazine schreiben und veröffentlichen lassen,
– Protestschreiben an Redaktionen, Journalisten, Politikerinnen und Politiker, Ministerien, EU.
Wir müssen
– appellieren an die Bundesregierung und den Bundeskanzler, an die EU-Kommission und deren Präsidentin, an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, den Präsidenten des ECOSOC sowie den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um das völker- und menschen-rechtswidrige, barbarische Handeln der USA gegen Cuba zu stoppen und zu unterlaufen,
– eine aktive Positionierung gegen die Blockademaßnahmen der USA entsprechend der UNO-Resolution zur „Notwendigkeit der Aufhebung des von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Cuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzembargos“ vom 29.11.2026 einfordern.
– die Bundesregierung und die EU sowie alle freien Staaten der Welt auffordern, die Ölblockade der USA zu durchbrechen, zu umgehen, und Cuba behelfsweise für die Dauer dieser Blockade mit Erdöl und den benötigten Derivaten zu beliefern sowie im Wege humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit dazu beizutragen, die Abhängigkeit Cubas vom Öl durch Umstellung auf alternative Energien zu reduzieren.
– deutsche Firmen auffordern, sich gemäß der Blocking-Verordnung (VO EG Nr. 2271/96) nicht an der Blockade zu beteiligen. Z. B. deutsche Redereien, wie Hapag-Lloyd, sollen die Containerlieferung an Cuba wieder aufnehmen und bezahlte Container mit Lebensmitteln und Medikamenten nicht in fremden Häfen verrotten lassen.
Unsere Expertise, Erfahrungen und Forderungen müssen wir alle in die Medien tragen, müssen die Öffentlichkeit und vor allem Entscheidungsträger erreichen. Gehen wir auf die relevanten Leute zu.
Wir müssen offensiver werden: Viva Cuba Socialista! Viva la Solidaridad!
261010 NwC Resolution-JHV Düsseldorf 10.10.2026 final

Verabschiedung der Botschafterin
