30 Jahre Helms-Burton gegen Cuba
Erstmals wurde die US-Blockade gegen Cuba in ein Gesetz gegossen, womit die Entscheidung über dessen Anwendung im Großen und Ganzen nicht mehr in der Entscheidungsgewalt des jeweiligen US-Präsidenten lag.

Das Gesetz besteht aus vier Abschnitten:
- Maßnahmen zur Verschärfung der Wirtschaftsblockade.
- Es definiert 2. vom kubanischen Staat zu erfüllende Mindestanforderungen vor Aufhebung der Blockade.
- Der 3. Abschnitt gibt US-Bürgern (auch eingebürgerten Exilkubanern) das Recht, ausländische Firmen vor US- Gerichten wegen der Nutzung von nach der Revolution legitim enteigneten Eigentums zu verklagen.
Und Abschnitt 4 ermächtigt den US-Außenminister, an Enteignungen vom Eigentum von US-Bürgern auf Kuba beteiligte oder von ihnen profitierende Ausländer vom Aufenthalt in den USA auszuschließen. All dies wird nun rücksichtslos angewendet.
Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass die USA in jeder multinationalen Organisation in Bezug auf cubanische Aktivitäten Strafen verhängen. (Extraterritorialer Charakter).
Dazu gibt es eine Behörde beim Finanzministerium, das Office of Foreign Assets Control (OFAC), das über die Einhaltung der Blockadebestimmungen wacht.
Der Import in die USA von Produkten aus Drittländern, welche cubanische Rohstoffe wie Zucker oder Nickel enthalten, wird untersagt.
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