Sechs Jahrzehnte der Belagerung: das Arsenal des Bösen gegen Kuba

Als Wahrsager der Unterwelt senden Donald Trump und seine Clique Botschaften der Verwüstung und des Todes an das kubanische Volk. Die vom Präsidenten erlassene Exekutive-Anweisung vom 29. Januar atmet diese Luft; für die Gleichgesinnten von Tánatos ist das Ziel klar: Kuba in ein modernes Numantia zu verwandeln.
Für die Insel ist diese Belagerung nicht neu. Überzeugt von der mehrheitlichen Unterstützung des Volkes für die Revolution, haben sich die Vereinigten Staaten seit ihren Anfängen der Aufgabe verschrieben, die Grundlagen der neuen Macht zu untergraben und eine Rebellion auszulösen.
Die Strategie ist unverändert geblieben: das wirtschaftliche Leben zu schwächen, um Hunger, Verzweiflung und den Sturz der Regierung hervorzurufen. Eine Politik, die kaltherzig konzipiert wurde, um das kubanische Volk ins Elend zu stürzen. So definierte am 6. April 1960 das Memorandum von Lester D. Mallory, damals stellvertretender Staatssekretär für interamerikanische Angelegenheiten, die Seele dieses Krieges.
Kurz darauf, im Juni 1960, erschien der Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz im kubanischen Fernsehen, um anzuprangern, dass die ausländischen Unternehmen auf Anweisung von Washington beabsichtigten, die Erdölverarbeitung zu boykottieren.
Die Reduzierung der Treibstoffversorgung, die Weigerung, sowjetisches Rohöl zu raffinieren und die Abschaffung der Zuckerquote waren lediglich die Präambel für das, was zum längsten Völkermord in der Geschichte werden sollte. Am 7. Februar 1962 trat die von Präsident John F. Kennedy unterzeichnete Executive Order 3447 in Kraft, mit der die Blockade unter Berufung auf die „Handel-mit-dem-Feind-Akte“ von 1917 formalisiert wurde.
Das war nur der Anfang. Wenn wir uns die Geschichte dieses einseitigen Krieges ansehen, scheint es, dass Washingtons Arsenal an Bösem unerschöpflich ist. Eine Administration nach der andern perfektionierte die Mechanismen des Zwangs und der Belagerung: Von den 32 Aufgaben der „Operation Mongoose“, dem riesigen terroristischen Plan, der nach der Niederlage in Playa Girón entworfen wurde, waren 15 spezifisch gegen die Wirtschaft der Insel gerichtet.
Aus Frustration, Hochmut und Hass sind Gesetze wie das Torricelli- und das Helms-Burton-Gesetz sowie der Bush-Plan hervorgegangen, der sie verstärkt hat. Während seiner ersten Amtszeit hat Trump mehr als 243 feindliche Maßnahmen erlassen, eine Politik, die Joe Biden trotz seiner Wahlversprechen fortgeführt hat.
Jetzt hat das Weiße Haus sich vorgenommen, die Aggression gegen die Wirtschaft und das Leben der Nation einer perfekten Chirurgie zu unterziehen, sie wollten keinen Raum unverschlossen lassen, aber es ist nicht so einfach, die Kubaner zu besiegen. Ein aktueller Satz des US-Präsidenten sagt alles: „Die einzige verbleibende Option ist, einzufallen und Kuba zu zerstören.“
Während mehr als sechs Jahrzehnten des von der größten Macht der Welt aufgezwungenen Wirtschaftskrieges hat das kubanische Projekt eine außerordentliche Widerstandsfähigkeit gezeigt und in allen Bereichen Errungenschaften erzielt, die der Logik der Belagerung trotzen.