KURZBERICHT über die NwC-MV am 28.06.2025 in Gera

Nach einer Begrüßung durch Reiner Markgraf (Cuba Sí Gera) und dem Dank an seine Gast-freundschaft und die ganze Gruppe, wurden kurz die drei VS-Mitglieder vorgestellt: Edgar, Andreas, Marianne; die vier anderen waren aufgrund von Krankheit und familiären Verpflich-tungen verhindert. Dann wurde kurz berichtet, dass die Botschafterin aufgrund einer vorgezo-genen Abreise nach Cuba nicht teilnehmen kann. In ihrer Vertretung waren der Stellvertreter, Miguel Torres Tesoro, sowie die Botschaftsrätin Dayana Rodriguez vor Ort. Von ihnen wurde die schwierige aktuelle Lage in Cuba geschildert, also Stromabschaltungen, Produktionsaus-fälle, Versorgungsengpässe. Zugleich wurde über die neuen Solarparks und deren Ausbau berichtet, sowie über die intensivere Zusammenarbeit mit China. Die Lage ist sehr schwierig, vor allem auch durch Trumps Aggressionen und rechtswidrigen Aktivitäten. Der cubanische Staat versucht trotz größter Probleme, die Situation der Bevölkerung erträglich zu gestalten.

Der vorliegende Kurzbericht des NwC-Vorstandes wurde verlesen und durch einige neue Punkte ergänzt: eine e-Petition an Petitionsausschuss des Bundestages wurde eingereicht, sobald sie akzeptiert wird, müssen wir sehr viele Unterschriften sammeln und informieren dazu; eine internationale Brigade wird im Dez./Jan. anlässlich 65 Jahre ICAP angeboten; und im August startet bereits das Jubiläumsjahr zu Fidels 100. Geburtstag am 13.08.2026.
Im umfangreichsten Teil der MV wurden Erfahrungen und Ideen aus den Soligruppen vorge-bracht. Lindi (Cuba Sí Berlin) berichtete von 3 Containern mit Material und wichtigen Geräten für Landwirtschaft und Medizin, darunter 3 gebrauchten Traktoren. Heidi Reichinnek, Vorsitz-ende der Bundestags-Fraktion „die Linke“, ist Cuba Sí öffentlichkeitswirksam beigetreten. Reiner et al. (Cuba Sí Gera) erwähnt zahlreiche gelieferte Geräte und 350 Fahrräder. Wichtige Spender konnten gewonnen werden (teure Geräte und Übernahme der Container-Kosten, weil Vertrauen aufgebaut und Cuba überall erwähnt wurde. Es gab Treffen mit der Landesentwick-lungsgesellschaft, Vorträge in Altersheimen und nun wird der Kontakt mit Schulen versucht. Andreas (NwC, DKP) berichtete über ihre 3 Inkubatoren für Neugeborene und einen LKW mit Medikamenten. Eine neue Leser:innenreise und Arbeitsbrigade sind geplant. Brigitte (Cuba Sí & FG BRD-Kuba, Hamburg), erwähnt die lange Tradition, z.B. die jährliche Teilnahme am Methfes-selfest. Zugleich gibt es eine Überalterung und keine neuen Aktivisten für verantwortliche Mit-wirkung. Vom LINKE-Landesverband gibt es keine Unterstützung mehr. Wichtig sei zu betonen, dass Cuba ein sozialistisches Land ist. Edgar bietet generell Unterstützung durch den VS an, verweist auf die Liste der Referent:innen zu wichtigen Cuba-Themen und erwähnt die Möglich-keit zu testamentarischen Vermächtnissen (Nachlass/Erbschaft) für die Cuba-Soliarität. Marianne (NwC, FG Nürnberg) berichtet von ihrer Vorbereitung der Fiesta Moncada und das lokale Bündnis Unblock Cuba. Sehr konstruktiv war die Kubakonferenz der Freundschaftsge-sellschaft BRD-Kuba am 14./15.6. in Leverkusen mit einem intensivem Gruppenaustausch und einer Che-Würdigung am Abend.
Die zuvor verschickte Resolution wurde nach einige Änderungen einstimmig angenommen.
Nach einer Pause und Ortswechsel in den prachtvollen Rathaussaal fand dort eine öffentliche und offizielle Veranstaltung mit dem Oberbürgermeister von Gera, Kurt Dannenberg, statt. Die Repräsen-tanten der Botschaft der Republik Cuba konnten über die aktuelle Situation und die US-Blockade berichten, sowie über ihr Interesse an intensiven Wirtschafts- und Wissenschaftskontakten. Hierzu konnte Prof. Jürgen Müller (Gera) beitragen, indem er auf mögliche Kooperationspartner und Projektförderung hinwies. Zudem berichtete ein früherer Unternehmer und wichtiger Spender medizinischer Geräte über sein Engagement für Cuba.


Oberbürgermeister Kurt Dannenberg verwies darauf, dass ihm Zuhören sehr wichtig sei, auch wenn es um unterschied-liche Positionen gehen würde, dass dies zu Demokratie gehöre. Daher habe er zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Veranstalter, Oberbürgermeister, und die Botschaftsvertretenden überreichten sich ihre Geschenke und schlossen damit den in sehr positiver Atmosphäre verlaufenen offiziellen Teil ab. Danach konnten noch cubanische Mixgetränke verkostet werden.
Resolution der Mitgliederversammlung
des Netzwerk Cuba am 28. Juni 2025 in Gera
Cuba durchlebt eine extrem schwierige, komplexe Periode, weil sie unter der Weltwirtschaftskrise und den Folgen der Kriege leiden und es mit einer Supermacht zu tun haben, die von einem psychopathischen und kriminellen Präsidenten geführt wird.
Auch der Chef der US-Botschaft in Havanna, Mike Hammer, agiert wie im Wilden Westen und provoziert Cuba auf unverschämte (und illegale) Weise. Nach sechs Monaten in Cuba gab er in Miami bekannt, dass künftig noch mehr „Sanktionen“ (also unilaterale Zwangsmaßnahmen) gegen Cuba verhängt werden würden.
Hammer berichtete, er sei viel durch Cuba gereist, um mit Dissidenten, Kleinunternehmern und Cubanern zu sprechen. In Videos, die von der US-Botschaft produziert und in den sozialen Medien verbreitet wurden, spricht Hammer mit Familienmitgliedern von inhaftierten Dissidenten in ganz Cuba. Der US-Spitzendiplomat behauptete, dass die Cubaner, mit denen er auf seinen Reisen gesprochen habe, nicht der Meinung seien, dass die USA Schuld an der derzeit schwierigen Wirtschafts- und Versorgungslage seien. „Die Menschen erkennen an, dass die Verantwortlichen das cubanische Regime sind, es hat nichts mit der Politik der Vereinigten Staaten zu tun.“ Allerdings wurde jüngst von einem hochrangigen US-Beamten geäußert, dass der „Übergang“ auf der Insel „unmittelbar bevorstehe“. Und so sind die häufigen Treffen Hammers mit „Dissidenten“ höchst provokativ und feindselig. So gab der von ihm besuchte „Dissident“ Guillermo Fariñas eine Pressemitteilung heraus, in der er Hammer erklärte, was notwendig wäre, um einen Regimewechsel in Cuba herbeizuführen: eine „soziale Explosion“, ein Militärputsch sowie eine See- und Luftblockade.
Solche gefährlichen, auf Eskalation ausgerichteten Provokationen eines US-Diplomaten in Cuba gab es früher bereits durch James Cason, einem der Vorgänger von Hammer. Dessen Vorgesetzter erzählte später: „Wir haben unserem Freund Cason gesagt, dass wir mit der Schließung der US-Interessenvertretung in Havanna antworten könnten, wenn er das cubanische Regime nur dazu bringen könnte, ihn aus dem Land zu vertreiben.“
Diese neuen und alten Verbrechen der USA werden wir aufgrund der medialen Aufmerksamkeit auf Trump noch deutlicher und konkreter anprangern. Unsere Aufgabe ist, die damit zusammenhängenden Verletzungen der Menschenwürde und die rücksichtslosen Verletzungen der Souveränität anderer Staaten und Völker offensiv in die Öffentlichkeit zu bringen und vehement anzufechten.
Wir müssen dies zusammen mit anderen lokalen Aktiven in der Friedensbewegung, den Gewerkschaften, Globalisierungskritikern, in der Frauenbewegung, der Umweltbewegung, Parteien, sozialen Bewegungen etc. bewirken. Und wir als Netzwerk Cuba probieren dies darüber hinaus mit Solidaritätsorganisationen im europäischen Ausland und den USA. Wir müssen
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überall über Cuba, seine Menschen, seine Leistungen sowie die kriminelle US-Politik informieren!
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die materielle und finanzielle Solidarität verstärken!
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für Reisen nach Cuba werben, sie sind wichtig, ermöglichen eigene Erfahrungen und fördern den Tourismus!
Wir regen alle Gruppen und Aktivist:innen angesichts der extrem schwierigen und gefährlichen Lage in und um Cuba an, Aktionen und Veranstaltungen in Vielfalt und effektvoll durchzuführen. Es gilt, die Regierung und die Bevölkerung des sozialistischen Cuba in seiner souveränen, selbstgewählten Entwicklung gegen den Imperialismus mit allen passenden Mitteln zu unterstützen!
Unsere Informationen und Forderungen müssen in die Medien getragen werden, müssen die Öffent-lichkeit und vor allem Entscheidungsträger erreichen. Gehen wir auf die relevanten Leute zu.
Viva Cuba Socialista! Viva la Solidaridad!
NwC Resolution-MV Gera 28.06.2025final