Bericht der Delegationsreise des Vorstandes des NETZWERK CUBA e.V. in Cuba
EINFÜHRUNG
Im September 2022 war ein Großteil des Netzwerk-Cuba-Vorstands für etwas mehr als eine
Woche auf der nunmehr fünften Delegationsreise in Cuba zur Führung von politischen
Gesprächen. Die erste Reise fand im Jahr 2012 statt. Die Kosten für diese Reisen wurden von
jeder/m selbst getragen.
In die Reisezeit fiel auch der Prozess der Abstimmung über das neue Familiengesetz, das mit einer
Mehrheit von 66,8 5% bei einer Beteiligung von 74,15 nach einer intensiven Diskussion in der
cubanischen Gesellschaft im Rahmen eines Referendums angenommen wurde.
Während die ökonomischen Herausforderungen, insbesondere durch äußere Einflüsse, noch weiter
zugenommen haben (Pandemie, verschärfte Blockade, Krieg in Europa, Katastrophen), mussten
wir auch die vernichtende Wirkung des Hurrikans Ian erleben. Ziel der Reise war es, die aktuelle
Lage durch eigene Anschauung und Gespräche zu eruieren. Da wir ja nicht als Individuen, sondern
als Vorstandsdelegation gereist sind, legen wir einen ausführlichen Bericht vor, um unsere
Mitglieder zu informieren und für noch intensivere Solidaritätsarbeit zu inspirieren.
Unsere Besuchswünsche für die Reise wurden von der cubanischen Botschaft und vor allem vom
ICAP (Cubanisches Institut für Völkerfreundschaft) in höchstem Maße umgesetzt. Unser tägliches
Programm war mit vielen Terminen gefüllt, und wir konnten auch sehr hochrangige
Persönlichkeiten sprechen. Die uns entgegengebrachte Gastfreundschaft und die Wertschätzung
unserer Solidaritätsarbeit waren überwältigend und sind verpflichtend. Die vielen offiziellen
Gespräche waren rundweg interessant, fruchtbar und lehrreich. Zahlreiche neue Fakten und
Facetten der cubanischen Realität und der revolutionären Entwicklung konnten wir erfahren und
Einblicke gewinnen.
Wir sind der Botschaft und dem ICAP sehr dankbar für die einwandfreie Organisation und
Durchführung unserer Delegationsreise. Und wir danken allen Gesprächspartnerinnen und
Gesprächspartnern, die ihre wertvollen Erfahrungen und Einschätzungen mit uns teilten und in
sehr offener und freundschaftlicher Atmosphäre diskutierten.
Wir kehren sehr motiviert für die weitere Solidaritätsarbeit für Cuba zurück und sind uns der
Verantwortung bewusst, in unserem kapitalistischen Land, das fester Bestandteil des
imperialistischen Systems ist, die politische und materielle Unterstützung des sozialistischen
Cubas zu organisieren, für Cuba zu werben. Wir bitten alle Mitglieder um weitere Anstrengungen
in ihrer Solidaritätsarbeit vor Ort, Cuba braucht unsere Unterstützung mehr denn je.
Der Vorstand
im Dezember 2022/Januar 2023